Ringversuch Anorganische Säuren

(HCl, HNO3 und H2SO4, H3PO4)

Prüfgasstrecke im IFA

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Prüfgasstrecke im IFA
Bild: IFA

Der Ringversuch wird alternativ mit und ohne eigene Probenahme angeboten. Die Teilnehmenden können wählen, ob sie die Probenahme auf flüchtige anorganische Säuren selbst durchführen oder sich die Probenträger zusenden lassen.

Das IFA empfiehlt für HCl und HNO3 die Aufarbeitung entsprechend dem Messverfahren für Gefahrstoffe nach DFG [1], NIOSH [2] bzw. IFA-Arbeitsmappe, Kennzahl 6172 [3]. Für H2SO4 und H3PO4 wird eine Aufarbeitung empfohlen nach IFA-Arbeitsmappe 6173 Blatt 1 und 2 [4], DFG [5] bzw. NIOSH [6]. Die Analyse sollte mittels Ionenchromatografie erfolgen.

1 Ringversuch mit eigener Probenahme

1.1 Flüchtige anorganische Säuren: HCI, HNO3

Im IFA befindet sich eine große dynamische Prüfgasstrecke. Sie eignet sich für parallele Probenahmen von bis zu 11 Teilnehmenden.

  • Termin: 20.-21. März 2018 (Mindestteilnehmerzahl: 8)
  • Ort:
    Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)
    Alte Heerstraße 111
    53757 Sankt Augustin
  • Konzentrationsbereich: 0,1- bis 2-facher Arbeitsplatzgrenzwert (AGW)1
  • Anzahl der Versuchsreihen: 3
  • Versuchsdauer: 2 Versuchsreihen à 2 Stunden , 1 Versuchsreihe à 15 Minuten, zzgl. Vorbereitungs- und Einlaufzeit
  • Übernachtung: Hotels in Sankt Augustin

Die Teilnehmenden erhalten rechtzeitig Informationen zum genauen Ablauf des Ringversuchs sowie eine Beschreibung der Apparatur, insbesondere der Anschlüsse für die Probenahmegeräte.

Bitte beachten Sie, dass pro teilnehmende Einrichtung insgesamt nur 4 l/min Prüfgas pro Versuchsreihe zur Verfügung stehen!

1.2 Nichtflüchtige anorganische Säuren: H3PO4, H2SO4

Die Teilnehmenden erhalten darüber hinaus ein Probenset für H2SO4 und H3PO4.

2 Ringversuch ohne eigene Probenahme

2.1 Flüchtige anorganische Säuren: HCI, HNO3

Die Beaufschlagung der Probenträger erfolgt an der dynamischen Prüfgasstrecke des IFA. Als Probenträger werden alkalisch imprägnierte Quarzfaserfilter verwendet. 

Alle Teilnehmenden erhalten einen Probensatz bestehend aus:

  • drei beaufschlagten Probenträgern und
  • zwei unbeaufschlagten Probenträgern zum Blindwertabgleich

2.2 Nichtflüchtige anorganische Säuren: H3PO4, H2SO4

Die Probenträger für Schwefelsäure und Phosphorsäure werden wie in den Jahren zuvor angeboten. Es werden Quarzfaserfilter dotiert.

Die Probenherstellung erfolgt über die Aufgabe mittels piezoelektrischer Mikrodosierung auf den Filter.
Das Probenset besteht aus:

  • drei beaufschlagten Filtern, die unmittelbar nach der Belegung stabilisiert werden, und
  • zwei unbeaufschlagten, ebenfalls stabilisierten Filtern.

1 Für krebserzeugende Stoffe und Stoffe ohne AGW wird die Datenbank "GESTIS – Internationale Grenzwerte für chemische Substanzen" (www.dguv.de/ifa/gestis-limit-values) herangezogen.


Literatur

[1] Flüchtige anorganische Säuren. In: DFG, Analytische Methoden zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe, Luftanalysen. Vol. 6. Hrsg.: A. Kettrup. Wiley-VCH, Weinheim 1998

[2] Volatile Acids by Ion Chromatography (HCl, HBr, HNO3). Method 7907. In: NIOSH, Manual of Analytical Methods, Fifth Edition, Issue 1, 20 May 2014

[3] Anorganische Säuren, flüchtig: Bromwasserstoff, Chlorwasserstoff, Salpetersäure (Kennzahl 6172). In: IFA-Arbeitsmappe Messung von Gefahrstoffen. 38. Lfg. IV/2007. Hrsg.: Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA), Sankt Augustin. Erich Schmidt, Berlin 2011 - Losebl.-Ausg.

[4] Anorganische Säuren, partikulär: Phosphorsäure, Schwefelsäure (Kennzahl 6173). In: IFA-Arbeitsmappe Messung von Gefahrstoffen. 46. Lfg. XII/2010.

[5] Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Inorganic acid mists (H2SO4, H3PO4). In: Analyses of hazardous substances in air. Vol. 6. Hrsg.: A. Kettrup. Wiley-VCH, Weinheim 2002

[6] Non-Volatile Acids (H2SO4, H3PO4). Method 7908. In: NIOSH, Manual of Analytical Methods, Fifth Edition, Issue 1, 20 May 2014

Kontakt

Fachbereich 2: Chemische und biologische Einwirkungen

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Krista Gusbeth
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