Isolierung, neurotrophes Potential und Transfer-Eignung von olfaktorischen "Ensheathing"-Zellen als Voraussetzung für den Einsatz zur neuronalen Regeneration nach Rückenmarktraumata

Projekt-Nr. FF-FR 0256

Status:

laufend

Zielsetzung:

Neue zelltherapeutische Anwendungen zur Behandlung von traumatischen Rückenmarksläsionen stellen einen neuen Therapieansatz dar. Dazu gehören Zellen der olfaktorischen Mukosa, wie die "Ensheathing"-Zellen (OEC). OEC können die axonale Regeneration verbessern, Zelltrümmer entfernen und haben angiogene Eigenschaften. Im vorliegenden Projekt sollen humane OEC isoliert, charakterisiert und funktionell analysiert werden. Für den möglichen Einsatz zur neuronalen Regeneration nach Rückenmarktrauma ist die Etablierung von Methoden, die eine realistische klinische Umsetzung ermöglichen, besonders relevant. Dafür ist es essentiell, die beste Methode zur Isolierung und Anreicherung zu finden, die Zellcharakterisierung und Zellfunktionalität als Qualitätskontrollen durchzuführen und für eine Transplantation geeignete Zellträgersysteme (autologer Plasma-Clot) zu etablieren.

Aktivitäten/Methoden:

Die entnommene olfaktorische Biopsie wird nach mehrmaligem Waschen einer enzymatischen Behandlung mit Dispase II zur Auflockerung des Gewebes und der Trennung des olfaktorischen Epithels von der Lamina propria unterzogen. Anschließend erfolgt die Isolierung der OEC mittels drei verschiedener Methoden, wobei geklärt werden soll, welche Methode zu einer optimalen Ausbeute an OEC führt. Zur zellbiologischen Charakterisierung werden biochemische und immunologische Verfahren eingesetzt:

Zell-Proliferationsrate über BrdU-Proliferations-ELISA. Epitop-Analyse (nach niedrigen und hohen Zellteilungsraten) mittels FACS und Immunhistochemie: Nestin (neuronale Stammzellen; Gliazellen und Astrozyten), O4 sowie p75NGF (OEC), GFAP (Gliazellen), ICAM-1 (Stammzellen), Stammzell und Leukozyten-Lineage-Marker: CD34, CD45, CD90, CD105 sowie Tuj-1 (unreife und reife olfaktorische Rezeptorneurone). Analyse neutrotropher, parakriner Faktoren über Proteome Profiler Arrays und ELISA: PDGF, neuropeptid Y und S100, NGF, BDNF, etc.). Phagozytoseeigenschaft mittels Phagozytose-Assay (durchflusszytometrisch als auch fluoreszenzmikroskopisch). Verhalten der OEC in einer Plasma-Clotmatrix (Viabilität, Proliferation, Sekretion von neurotrophen Faktoren etc.).

Stand:

08.09.2016

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH Bochum
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

-Verschiedenes-

Schlagworte:

Rehabilitation

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Ensheathing, Rückenmark