Aktuelle Beratungsprojekte

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Zertifizierte Demografie-Coaches beraten Unternehmen

Nach wie vor stellt der demografische Wandel Unternehmen vor große Herausforderungen. Ihre Bewältigung erfordert Maßnahmen, um die Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit der Beschäftigten zu erhalten und zu fördern. Dafür ist oft fachspezifische Unterstützung nötig.

Im IAG wurde die Personenzertifizierung zum Demografie-Coach entwickelt. Demografie-Coaches beraten Führungskräfte, Personalverantwortliche und weitere Akteure im Betrieb hinsichtlich des demografischen Wandels und seiner Auswirkungen. Sie unterstützen bei der Planung geeigneter Maßnahmen, um beispielsweise vorhandene Fachkräfte zu sichern oder Nachwuchs zu gewinnen und zu fördern. Die Zertifizierung zum Demografie-Coach wird auf der Grundlage von Prüfgrundsätzen im DGUV Test durchgeführt. In diesen Grundsätzen sind die Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung zusammengestellt, ihre Durchführung sowie die nachzuweisenden Kompetenzen. Damit wird den Unternehmen für eine Beratung die Auswahl geeigneter und kompetenter Unterstützung erleichtert.


Kreativ- und Coworking-Raum am IAG

Unter den mobilen Arbeitsformen stellt Coworking eine relativ neue mobile Büroarbeitsform dar. Es handelt sich dabei um gemeinschaftlich genutzte Orte für flexibles Arbeiten. Dabei geht es nicht nur um das räumliche Angebot eines temporären Arbeitsplatzes, sondern auch um Netzwerken und kreatives Zusammenarbeiten in Teams.

Am IAG in Dresden ist ein Kreativ- und Coworking-Raum mit ca. 130 qm Nutzfläche geplant. Dieser soll für IAG-Mitarbeitende, externe Dozentinnen und Dozenten sowie Partnerunternehmen des IAG verfügbar sein. Die Räume können für mobile Büroarbeit, Workshops, Meetings, Socializing, Zusammenarbeit, Rückzugsmöglichkeiten, Recherche, Netzwerken, Kreativität, Austausch und als Praxisfeld im Seminarbetrieb genutzt werden. Bei der Gestaltung stehen Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, ergonomische Qualität, praktische Nutzbarkeit, Variabilität und Originalität im Mittelpunkt.


Arbeitsfähigkeit nach Langstreckenflügen

Trotz zunehmender Digitalisierung werden sich Dienstreisen auch in Zukunft nicht vollständig vermeiden oder ersetzen lassen. Einige dieser Reisen sind aufgrund der Entfernung nur mit einem Flugzeug zu bewältigen. Gerade auf Langstreckenflügen treten wegen der Dauer des Fluges und der Enge im Flugzeug ergonomische Belastungen und eine Störung der inneren Uhr des Menschen auf.

In dem Projekt „Arbeitsfähigkeit nach Langstreckenflügen“ wurden die relevanten Belastungen auf einem Langstreckenflug für Dienstreisende identifiziert und Empfehlungen gegeben, wie diesen entgegengewirkt werden kann. Führungskräfte können sich auf diese Weise schnell einen Überblick über die Belastungen und entsprechende Maßnahmen zu ihrer Reduktion verschaffen, bevor sie selbst oder die Beschäftigten einen Langstreckenflug antreten.

Den vorliegenden IAG-Report 2/2021 „Arbeitsfähigkeit nach Langstreckenflügen – Jetlag unter ergonomischen Aspekten“ finden Sie hier.

CHECK-UP Homeoffice – eine Handlungshilfe für Beschäftigte und Arbeitgebende

Seit der Corona-Pandemie arbeiten viele Beschäftigte im Homeoffice. Vermutlich werden viele von ihnen das beibehalten wollen, so dass auch zukünftig Homeoffice einen größeren Bestandteil im Arbeitsleben ausmachen wird. Selbst im privaten Umfeld ist es wichtig, den Bildschirmarbeitsplatz so zu gestalten, dass bei längerem und arbeitstäglichem Arbeiten die Beschäftigten keine gesundheitlichen Beschwerden erleiden.

Für die ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes im Homeoffice hat das IAG eine Handlungshilfe „CHECK-UP Homeoffice“ erstellt, die als Download zur Verfügung steht. Die Kurzversion beinhaltet übersichtlich Aspekte zu den Themen Arbeitsmittel, Arbeitsplatz, Arbeitsumgebung, Arbeitsaufgabe und Arbeitsorganisation. Die Langversion enthält zusätzliche Erläuterungen und Tipps. Beide Versionen stehen auch in englischer Sprache zur Verfügung.


Evaluation der Zeitschriften der BG BAU

Im Jahr 2018 hat sich die BG BAU das Ziel gesetzt, die Zeitschriften für ihre Zielgruppen strategisch neu auszurichten. Bei der Analyse des Ist-Zustandes wurde festgestellt, dass der Fokus des Zeitschriften-Portfolios stark auf Print ausgerichtet ist. Mit dem Projekt strebt die BG BAU das Ziel an, den Nutzwert für die Lesenden zu erhöhen, relevante Themen aktuell zu präsentieren und Services für die Zielgruppen anzubieten. Die BG BAU ließ vom IAG evaluieren, was sich die Kunden wünschen. Kombiniert wurde diese Evaluation mit den Erfahrungen und Ergebnissen von bereits durchgeführten ähnlichen Projekten, um die BG BAU zu beraten.

Evaluation von Onlineveranstaltungen

Der Umfang an Onlineveranstaltungen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. In den letzten Monaten fanden so viele Online-Seminare und -Veranstaltungen statt, wie nie zuvor bei den Unfallversicherungsträgern. Das IAG unterstützt die Unfallversicherungsträger auch bei der Evaluation dieser Events, wie z. B. der internationalen Branchenkonferenz der BG Verkehr.

Ansicht der Checkliste - Kurzversion
Bild: freepik.com/IAG

Checkliste zur Entwicklung und Durchführung von Online-Veranstaltungen und -Seminaren

Der Weiterbildungsmarkt hat sich in den letzten Jahren durch die zunehmende Digitalisierung und Flexibilisierung von Arbeitsort und Arbeitszeit stark verändert. Anbieter von Aus- und Weiterbildung setzen deshalb zunehmend auf Online-Formate. Wie bei Präsenz-Angeboten geht es auch hierbei darum, Zielgruppen zu vernetzen, Wissen weiterzugeben und Kompetenzen zu entwickeln. Jedoch können Präsenz-Veranstaltungen und -Seminare nicht eins zu eins in Online-Formate übertragen werden. Bei der Konzeption und Durchführung sind eine Reihe von Punkten zu beachten, die für den Erfolg eines Online-Angebotes wichtig sind.

Um Berufsgenossenschaften und Unfallkassen bei der Entwicklung und Durchführung von Online-Veranstaltungen und -Seminaren zu unterstützen, hat das IAG eine detaillierte Checkliste entwickelt. Grundlage dafür waren Informationen aus verschiedenen Literaturquellen sowie eigene Erfahrungen als Bildungsträger und Kongressveranstalter. Die Checkliste führt systematisch durch den Prozess der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung und steht als Kurzversion im DIN-A3-Format sowie als Langversion mit Hinweisen, Empfehlungen und Hintergrundinformationen zum Download zur Verfügung.


Bild: Iris_Zerger-Cartoons_und_Illustrationen

Nichtvisuelle Wirkung von Licht

Von Natur aus ist der Mensch am Tag aktiv und schläft in der Nacht. Dabei hat jeder einen individuellen Schlaf-Wach-Rhythmus, seinen zirkadianen Rhythmus. Seit ein paar Jahren weiß man, dass über einen speziellen Rezeptortyp im Auge jedes Licht, natürlich oder künstlich, zu Hause oder am Arbeitsplatz, von Lampen oder Bildschirmen, auf diesen Rhythmus wirkt. Besonders wirksam ist Licht im blauen Spektralbereich. Es kann zu einer Erhöhung der Wachheit und damit zu erhöhter Aufmerksamkeit führen. Insbesondere bei Nachtschichten wird dieser Effekt gern genutzt, durch entsprechende Beleuchtung um nächtliche Leistungstiefs aufzufangen. Solche Beleuchtung beeinflusst aber auch den individuellen Schlaf-Wach-Rhythmus und damit die Gesundheit.

Das Sachgebiet Beleuchtung der DGUV hat unter Beteiligung des IAG eine DGUV Information zum Thema mit Hinweisen für die Praxis zusammengestellt, um insbesondere Betriebe, in denen in Schichten gearbeitet wird, über gesundheitliche Risiken zu informieren.


Bild: Bild: Iris_Zerger-Cartoons_und_Illustrationen

Schichtarbeit

Schichtarbeitende, insbesondere Nachtschichtarbeitende, leiden oft unter Schlafstörungen. Schlafstörungen wiederum können zu unspezifischen gesundheitlichen Effekten wie Konzentrationsschwäche, vorzeitige Ermüdung oder Magenbeschwerden führen. Aktuelle technische Entwicklungen, aber auch ökonomische und gesellschaftliche Veränderungen führen dazu, dass Arbeitszeiten immer weiter in die Abend- und Nachtstunden und Wochenenden ausgedehnt werden.

Die Unfallversicherung hat Empfehlungen für Schicht- und Nachtarbeit herausgegeben. Diese wurden auf der Basis arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse erarbeitet. In einer ersten DGUV Information, die unter Mitwirkung des IAG erarbeitet wurde, sind verhältnispräventive Empfehlungen zur Gestaltung und Organisation möglichst gesunder Schichtarbeit zusammengestellt. Eine zweite DGUV Information widmet sich der Verhaltensprävention. Sie richtet sich an die betroffenen Schichtarbeitenden, damit diese sich möglichst gesundheitsgerecht verhalten können.


Bild: iag

Hirndoping am Arbeitsplatz

Wir gehen doppelt so schnell wie früher. Wir schlafen kürzer und nehmen uns weniger Zeit zum Essen. Während der Arbeit versuchen wir viele Dinge gleichzeitig zu erledigen, werden häufig unterbrochen und fühlen uns starkem Termin- und Leistungsdruck ausgesetzt. Power Naps, Speed Dating, Kurzandachten und Quick-Workouts beschleunigen unser Privatleben. Auch das Smartphone ist heute multitaskingfähig. Um den Alltag besser bewältigen zu können und um Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen, greifen einige Beschäftigte zu mehr als Kaffee, Alkohol und Nikotin.

Eine Broschüre klärt auf und sensibilisiert.


Bild: fotolia.com/Chris Schaefer

Umgang mit psychischen Extrembelastungen

Psychologische Vorbereitung auf kritische Situationen wie Schadensereignisse hilft Stressreaktionen und Panikverhalten zu vermeiden. Alternativen im Umgang mit den eigenen Stressreaktionen und denen anderer Personen in Krisensituationen stehen dabei im Mittelpunkt. Beratungsanfragen, die häufig an das IAG herangetragen werden sind zum Beispiel:

  • Wie können Betriebe ihre Mitarbeiter auf kritische Ereignisse vorbereiten?
  • Welche Präventionskonzepte passen zu welchen Betrieben?
  • Ist es sinnvoll, kollegiale Ansprechpartner im Betrieb auszubilden oder ist aufgrund der geringen Mitarbeiterzahl die Vernetzung mit externen Angeboten zur Psychologischen Erstbetreuung geeigneter?

Bild: fotolia.com/Andrea Danti

Prävention psychischer Störungen

Psychische Erkrankungen haben in der Arbeitswelt stark an Bedeutung zugenommen. Sie sind nach Muskel-Skelett- und Hauterkrankungen die dritthäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit. Die Ursachen für psychische Erkrankungen sind in der Regel komplex und können sowohl in einer angeborenen Anfälligkeit, privaten Erfahrungen, traumatischen Ereignissen als auch den Bedingungen am Arbeitsplatz begründet sein. Präventive Ansätze am Arbeitsplatz allein können daher nicht jede psychische Erkrankung verhindern. Sie können aber einen Beitrag leisten, um das Risiko für psychische Erkrankungen bei den Mitarbeitern zu verringern. Zu diesen Ansatzpunkten berät das IAG Berufsgenossenschaften und Unfallkassen.


Arbeiten und Pause

Pausen sind wichtig, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Doch wie sollte man sie gestalten? Sind kurze Pausen besser als lange? Sollte man sich lieber bewegen oder entspannen? Das IAG berät rund um das Thema Pausengestaltung und gibt Antworten auf folgende Fragen:

 

  • Wie sieht eine gute Pausengestaltung aus?
  • Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es zum Thema Pausen?
  • Wie kann man eine Pause aktiv gestalten?
  • Welche umsetzbaren Übungen zur Entspannung und Lockerung gibt es?

Bei Interesse kann auch das Praxisfeld Arbeiten und Pause entliehen werden.


Bild: fotolia.com/Kenishirotie

Gesunde Führung

Führungskräfte beeinflussen die Gesundheit von Beschäftigten. Dabei ist einerseits bedeutsam, wie sie mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umgehen. Wertschätzung und konstruktive Rückmeldungen zeigen sich hier beispielsweise als wichtige Ressourcen. Andererseits müssen Führungskräfte im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht auch aufmerksam werden, wenn Beschäftigte gesundheitliche Beschwerden zeigen. Die Ansprache betroffener Beschäftigter gestaltet sich aber nicht immer einfach, vor allem wenn psychische Beschwerden erkennbar sind. Führungskräfte agieren dabei nicht für sich allein, sondern sind in betriebliche Strukturen eingebunden.

Gesunde Führung kann daher nur gelingen, wenn Sie vom ganzen Unternehmen getragen und gefördert wird. Darüber hinaus sollten Führungskräfte auch unterstützt werden, ihre eigene Gesundheit zu erhalten. Das IAG berät zu allen Aspekten gesunder Führung mit Vorträgen und Seminaren.


Bild: fotolia.com/Friedberg

Evaluation von Zeitschriften

Häufige Beratungsanfragen beziehen sich aktuell auf die Evaluation von Zeitschriften. So hat das IAG diverse Mitgliederzeitschriften von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen sowie Zeitschriften der DGUV evaluiert. Neben Leserbefragungen werden dabei auch Workshops mit den Zielgruppen durchgeführt. Durch die verschiedenen Perspektiven entsteht einerseits eine fundierte Rückmeldung, andererseits erhalten die Akteure eine Reihe von Ansatzpunkten für die Weiterentwicklung und Gestaltung der Zeitschrift.


Bild: fotolia.com/Jan Engel

Kundenbefragungen

Das IAG unterstützt Unfallversicherungsträger und ihre Mitgliedsunternehmen bei der Planung, Durchführung und Auswertung von Kundenzufriedenheitsbefragungen. Die Planung einer solchen Befragung beinhaltet zunächst eine Analyse der Kundenprozesse und eine Ableitung von Indikatoren. So wird z. B. nach der Verständlichkeit der vom Versicherten auszufüllenden Formulare gefragt, nach der Reaktionsschnelligkeit des zuständigen Sachbearbeiters auf Anliegen des Versicherten oder nach dessen Freundlichkeit oder Vertrauenswürdigkeit. Durch die Analyse der Kundenzufriedenheit ist es möglich, Stärken und Schwachstellen von Leistungen zu identifizieren sowie Ansatzpunkte zur Optimierung des Dienstleistungsprozesses mit dem Ziel des verbesserten Umgangs mit Kunden zu gewinnen.


Und hier finden Sie das Archiv unserer Beratungsprojekte.

Kontakt

Prof. Dr. Frauke Jahn
Tel.: +49 30 13001-2200
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Seminarangebot

Zu vielen Beratungsthemen bietet das IAG auch Seminare an. Mehr Informationen in der Seminardatenbank.

Publikationen des IAG

Angebote und Projekte aus Forschung und Beratung finden Sie auch in unserer Reihe Aus der Arbeit des IAG