Augmented-Reality-Messwertaufnehmer für magnetische Felder (AURA)

Projekt-Nr. IFA 5162

Status:

laufend

Zielsetzung:

Das Gefährdungspotenzial magnetischer Felder am Arbeitsplatz ist für Beschäftigte vergleichsweise schwierig zu erfassen, da die Felder nicht sichtbar sind. Abstandsregelungen zum Schutz der Beschäftigten, z. B. bei Personen mit Herzschrittmachern, können ohne klare Kennzeichnungen in der Praxis nicht immer problemlos umgesetzt werden. Die Visualisierung der Felder kann zu einem besseren Verständnis der Expositionssituation und somit zu mehr Sicherheit am Arbeitsplatz führen. Die Erstellung von z. B. Skizzen erweist sich in der Praxis jedoch oft als aufwändig und ist aufgrund der zweidimensionalen Darstellung teilweise nicht leicht verständlich. Ziel des Projekts AURA (Augmented-Reality-Messwertaufnehmer für magnetische Felder) ist es daher, Messwerte magnetischer Flussdichten direkt mittels Augmented-Reality-Technologie im Videobild eines Smartphones darzustellen. Diese Darstellung soll automatisch während der Messung an einer Feldquelle erfolgen. Somit entsteht kein Mehraufwand für die Visualisierung. Bilder und Videos des Arbeitsplatzes mit Einblendungen der gemessenen Felder und den nötigen Sicherheitsabständen können den Beschäftigten nach der Messung zur Verfügung gestellt werden. So können diese die Expositionssituation leicht verständlich erfassen und einschätzen, wo sie sicher arbeiten können.

Aktivitäten/Methoden:

Im Projekt wird eine prototypische Umsetzung der Kombination aus einem Magnetfeldmessgerät und einem Smartphone für die Augmented-Reality-Technologie getestet und weiterentwickelt. Verschiedene Formen der Visualisierung werden verglichen, um eine möglichst einfache und effektive Darstellung der Messwerte und Sicherheitsabstände zu gewährleisten. Bei Schulungsveranstaltungen und im Austausch mit Unfallversicherungsträgern wird der Prototyp vorgestellt und Feedback zur Weiterentwicklung eingeholt. Die eingesetzte Augmented-Reality-Technologie wird kontinuierlich verbessert und die Möglichkeit der gleichzeitigen Betrachtung der virtuellen Objekte mit unterschiedlichen Endgeräten wird evaluiert. Weiterhin wird untersucht, ob die Daten einmal vermessener Anlagen so gespeichert werden können, dass ihre Darstellung in einer Augmented Reality zu einem späteren Zeitpunkt an derselben Anlage weiterhin automatisch möglich ist. Im Rahmen einer Masterarbeit soll eine Abschätzung für die zu erwartende räumliche Genauigkeit der Messungen in verschiedenen Situationen gewonnen werden.

Video: AURA in einem Praxisbeispiel
Demofilm (nicht barrierefrei)

Das Video zeigt eine prototypische Umsetzung der AURA-Idee. Ein Smartphone ist mit einem Messgerät für magnetische Felder verbunden und das Videobild des Smartphones zeigt aufgenommene Messwerte räumlich korrekt oberhalb eines Raumluftbefeuchters an. Die Messwerte werden als farbig codierte Kugeln dargestellt, wobei die Farben (grün bis rot) anzeigen, ob zulässige Werte gemäß eines ausgewählten Regelwerkes überschritten sind. Die Augmented-Reality-Technologie des Smartphones ermöglicht es, die Position des Smartphones zu verändern, während die Messwerte im Videobild weiterhin an der korrekten Stelle im Raum dargestellt werden.

Stand:

08.07.2021

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Strahlung

Schlagworte:

Strahlung, Elektromagnetische Felder, Gefährdungsbeurteilung

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Magnetfelder, Messung, Augmented Reality

Kontakt