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Arbeitswelt im digitalen Wandel

Warum beschäftigt sich die DGUV mit dem Wandel in der Arbeitswelt und den damit verbundenen Neuerungen im Kontext der Digitalisierung?

Die Arbeitswelt der Zukunft wird digitaler, flexibler und vernetzter. Sie ist gekennzeichnet durch eine umfassende digitale Transformation, die neue Arbeitsformen und -verhältnisse, neue technologische Entwicklungen der Industrie 4.0 sowie eine zunehmende Vernetzung umfasst oder dazu führt. Diese weitreichenden Veränderungen bergen Chancen und Risiken für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und stellen das soziale Sicherungssystem auf die Probe. Diese Entwicklung wird häufig mit dem Begriff "Arbeiten 4.0" verknüpft.

Diese Seite gibt einen Überblick über die Aktivitäten der gesetzlichen Unfallversicherung zu den aktuellen Entwicklungen.

Gesellschaftliche Diskussion

Die Entwicklungen in der Arbeitswelt seit einiger Zeit und insbesondere im Jahr 2020, u. a. im Zuge der notwendigen gesellschaftlichen Maßnahmen, zeigen, dass die klassischen Arbeits- und Beschäftigungsformen zunehmend verändert oder gar abgelöst werden. Die gesellschaftliche Akzeptanz dieser alternativen Arbeits- und Beschäftigungsformen wächst und erweist sich als zeitgemäß im Hinblick auf den technologischen Fortschritt, die Vereinbarkeit von Beruflichem und Privatem sowie auf Aspekte der Nachhaltigkeit. Die Entwicklung wird parallel durch regulatorische Vorschläge seitens der Politik begleitet. Die gesetzliche Unfallversicherung hat diese Entwicklungen genau im Blick und diskutiert aktuell moderne Präventionsformen zur Wahrung sicherer und gesunder Arbeit heute und in Zukunft.

Der 2016 veröffentlichte Weißbuch "Arbeiten 4.0" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) fasst Ergebnisse einer gesellschaftlichen Debatte zusammen, an der sich die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) intensiv beteiligt hat. Inzwischen hat das BMAS die bisherigen Arbeiten aufgegriffen und den Zukunftsdialog "Neue Arbeit. Neue Sicherheit" in den vier Themenfeldern Sozialstaat, Soziale Sicherheit, Digitalisierung und Qualifizierung neu aufgenommen (siehe auch Ergebnisbericht). Im Jahr 2020 hat das BMAS darüber hinaus die Verbreitung und Auswirkung mobiler Arbeit und Homeoffice erforscht und die Ergebnisse in einem Bericht veröffentlicht. Im gleichen Jahr startete das BMAS das Observatorium Künstliche Intelligenz. Im Vordergrund dieser Denkfabrik steht die Vertrauenswürdigkeit von KI-Anwendungen; an diesem Thema arbeitet auch das Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA).

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Trendsuche und Risikoobservatorium
Was sind aktuelle Trends in der Arbeitswelt? Welche Chancen und Risiken sind mit aktuellen und anstehenden Veränderungen verbunden? Wie kann der Arbeitsschutz ihnen begegnen? Und wo besteht besonderer Handlungsbedarf? Diese und weitere Fragen beantwortet das Risikoobservatorium des IFA (fünfjähriger Zyklus), welches durch den einjährigen Zyklus der Trendsuche des Sachgebiets "Neue Formen der Arbeit" ergänzt/unterfüttert wird.

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Mobile Arbeit
Mobiles und flexibles Arbeiten ist bereits seit Längerem ein Thema in der Arbeitswelt und damit ein starker Indikator für den Wandel. Die Entwicklungen durch die Corona-Pandemie rücken das Thema "Mobile Arbeit" gesamtgesellschaftlich in den Vordergrund, flankiert von zunehmender politischer Aufmerksamkeit. Die gesetzliche Unfallversicherung begleitet diese Entwicklungen, um zu gewährleisten, dass auch bei diesen Arbeitsformen dem Arbeitsschutz Rechnung getragen wird.

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Neue Arbeitsformen
An die Seite von klassischen Arbeitsverhältnissen treten vielfältige neue, teilweise atypische Arbeitsformen. Dazu gehören zum Beispiel Click- und Crowdworking sowie Coworking-Spaces.

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Industrie 4.0 / Neue Technologien
Im Zuge von Industrie 4.0 verändern neue Technologien wie beispielsweise künstliche Intelligenz (KI) oder kollaborierende Roboter bestehende Arbeitsformen oder lassen neue entstehen. Sie bieten neue Chancen, aber auch Herausforderungen für die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.

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Kultur der Prävention
Im Zuge der Digitalisierung ändern sich Arbeitsformen und -orte. In der Folge wandelt sich die Arbeitsorganisation ebenso wie die Anforderungen an Führung.

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Moderner Kompetenzerwerb
Die Digitalisierung stellt wachsende Anforderungen an die Qualifizierung der Erwerbstätigen, aber auch an neue Lehr- und Lernmethoden.

Ansprechperson

Dr. Nina Gottselig
Hauptabteilung Sicherheit und Gesundheit (SiGe)
Referat "Neue Formen der Prävention"
Telefon: +49 30 13001-4507